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Prominente in Paris Prominente in Paris - François-René de Chateaubriand

 

 

 

 

       
       
  Prominente in Paris   François-René de Chateaubriand
      4. 9. 1768 Saint-Malo - 4. 7. 1848 Paris

François-René de Chateaubriand war ein französischer Schriftsteller und Politiker. 1791 unternahm er eine Überfahrt nach Nordamerika, nach der Rückkehr 1792 wurde er Soldat in der königlischen Armee, ab 1793 im englichen Exil, 1800 erfolgte die Rückkehr nach Frankreich.

François-René de Chateaubriand

Schnell wurde er von Napoleon in diplomatische Dienste genommen, brach aber nach der Hinrichtung des Herzogs von Enghien mit dem Kaiser.

1806 und 1807 unternahm er mehrere Orientreisen. In der Restaurationszeit tat er Dienst in wechselnden diplomatischen Ämtern.

1811 Mitglied der Academie francaise; betrieb aus nationalen Prestigegründen 1823 als Außenminister die Intervention gegen die bürgerliche Revolution in Spanien; geriet unter Karl X. in Widerspruch zu dessen extrem konservativer Politik, insbesonders der Unterdrückung der Pressefreiheit; zog sich in der Julimonarchie vom politischen Leben zurück; verfaßte zahlreiche Schriften.

In dem in England veröffentlichten Essai historique, politique et morale sur les revolutions anciennes et modernes, considerees dans leurs rapports avec la Revolution francaise (1797, Abhandlung über die Revolutionen ...) verurteilte Chateaubriand die Jakobinerherrschaft, erkannte aber die geschichtsverändernde Kraft der Revolution an.

François-René de Chateaubriand

Im Gegensatz dazu pries er in dem Essay Le genie du christianisme ou Beautes de la religion chretienne (1802, dt. Genius des Christentums oder Schönheit der christlichen Religion, 1803/04) die Rückkehr zu einer - nun allerdings emotional und ästhetisch fundierten - christl. Religiosität; der ungeheure Erfolg des Werkes wurde durch die separate Veröffentlichung der Teile Atala (1801, dt. 1805) und Rene (1805, dt. 1805) gestützt.

In beiden Erzählungen, die in exotisch-indianischen Milieu spielen, erscheint der christliche Glaube als einzige Erlösung für das von Melancholie befallene europäische Gemüt. Poetisch glanzvolle Landschaftsschilderungen, die Entfaltung einer reichen Bilderwelt zeichnen Chateaubriands Wiedergabe seiner Orientreise (Itineraire de Paris a Jerusalem, 1811, dt. Reise von Paris nach Jerusalem, 3 Bände., 1811/17) aus.

Von 1809 bis zu seinem Tod arbeitete Chateaubriand an seinen Memoiren.

In diesem gewaltigen Lebenswerk zeichnete er ein umfassendes, lebendiges, die eigene Person freilich oft mythisierendes Bild seines Lebens und seiner Epoche.